Warum Connectivity 2026 ein zentrales Unternehmensthema ist
Die kurze Antwort vorweg: Ohne saubere Connectivity funktioniert digitale Arbeit nicht zuverlässig. In nahezu allen Kundenprojekten sehen wir aktuell, dass Connectivity nicht mehr als reine Netzthematik betrachtet werden kann. Sie ist Grundlage für Cloud-Nutzung, mobiles Arbeiten, moderne Kommunikation, IoT-Szenarien und zunehmend auch für KI-Anwendungen.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Stabilität, Sicherheit, Transparenz und Kostenkontrolle. Connectivity ist damit keine unterstützende Technik mehr im Hintergrund, sondern eine strategische Ressource. Unternehmen, die ihre Connectivity 2026 ganzheitlich planen, sind messbar stabiler, flexibler und langfristig günstiger aufgestellt. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Connectivity-Schwerpunkte 2026 aus der Praxis.
Connectivity wird zur strategischen Ressource
Entscheidend ist 2026 nicht allein die verfügbare Bandbreite. Entscheidend ist, wie intelligent Unternehmen ihre gesamte Connectivity strukturieren und steuern. In vielen Umgebungen ist ausreichend Bandbreite vorhanden, sie wird aber nicht effizient genutzt.
Moderne Netzarchitekturen trennen klar zwischen zwei Ebenen. Auf der einen Seite steht das Underlay, also die physische Anbindung über Glasfaser, Internet, MPLS, 5G, Richtfunk oder Satellit. Darüber liegt das Overlay als Steuerungs- und Security-Ebene, etwa über SD-WAN oder SASE.
In der Praxis sehen wir häufig, dass sich Unternehmen stark auf das Overlay konzentrieren, während das Underlay zu wenig Beachtung findet. Das ist riskant. Schlechte physische Anbindungen lassen sich durch kein noch so gutes Overlay vollständig kompensieren. 2026 ist deshalb ein Jahr, in dem viele Unternehmen ihre Standortanbindungen neu bewerten müssen.
Hinzu kommt, dass sich Datenströme weiter verlagern. Früher ging der Großteil des Traffics zwischen Standorten. Heute geht er direkt in die Cloud oder zu externen Plattformen. WAN-Konzepte müssen das abbilden. Jeder Standort hat einen eigenen Traffic- und Applikationsmix. Einheitliche Standardprofile reichen nicht mehr aus.
Cloud Connectivity rückt in den Mittelpunkt
Mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-Diensten ändern sich die Anforderungen an Netzwerke grundlegend. Anwendungen liegen nicht mehr im eigenen Rechenzentrum, sondern verteilt über verschiedene Cloud-Plattformen. Das hat direkte Auswirkungen auf Latenz, Sicherheit und Routing. Klassische zentrale Internet-Breakouts verursachen unnötige Umwege. Moderne Connectivity-Konzepte setzen deshalb stärker auf lokale Ausleitungen, kombiniert mit zentralen Security-Policies.
In unseren Projekten sehen wir, dass Unternehmen, die ihre Cloud-Connectivity frühzeitig optimieren, deutlich stabilere Applikationsperformance erreichen. Das wirkt sich unmittelbar auf Produktivität und Nutzerzufriedenheit aus. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz. Unternehmen müssen wissen, welche Anwendungen wie viel Traffic erzeugen und über welche Pfade sie laufen. Ohne Monitoring bleibt Cloud-Connectivity eine Blackbox.
SD-WAN als Basis moderner Standortvernetzung
SD-WAN ist 2026 in vielen Unternehmen kein Experiment mehr, sondern Standard. Es ersetzt klassische, starre WAN-Strukturen durch intelligente, anwendungsbasierte Steuerung. Der Vorteil liegt nicht nur in der besseren Ausnutzung vorhandener Leitungen, sondern vor allem in der Flexibilität. Neue Standorte lassen sich schneller integrieren. Anwendungen können priorisiert werden. Ausfälle werden automatisiert abgefangen.
In der Praxis zeigt sich aber auch, dass SD-WAN kein Selbstläufer ist. Die Qualität steht und fällt mit dem Design. Falsch gesetzte Policies oder unzureichende Leitungen führen schnell zu Frust. Unsere Erfahrung zeigt: SD-WAN entfaltet seinen Mehrwert dann, wenn es sauber geplant und in eine Gesamt-Connectivity-Strategie eingebettet ist.
5G und alternative Anbindungen gewinnen an Bedeutung
Mobilfunk spielt 2026 eine deutlich größere Rolle in Unternehmensnetzen. 5G wird nicht mehr nur als mobiles Add-on genutzt, sondern zunehmend als feste Anbindung oder Redundanz. Gerade bei temporären Standorten, Baustellen, Filialen oder Produktionsumgebungen bietet 5G hohe Flexibilität. Auch als Backup-Leitung gewinnt Mobilfunk an Bedeutung, insbesondere dort, wo Glasfaser nicht verfügbar ist oder lange Vorlaufzeiten hat.
Ergänzend sehen wir ein wachsendes Interesse an Satellitenanbindungen, insbesondere als zusätzliche Resilienz-Ebene. Hintergrund sind unter anderem Provider-Konsolidierungen, bei denen vermeintliche Redundanzen in der Praxis nicht mehr gegeben sind, weil unterschiedliche Anbieter dieselbe physische Infrastruktur nutzen. 2026 ist deshalb ein Jahr, in dem viele Unternehmen ihre Redundanzkonzepte kritisch überprüfen sollten.
Connectivity für Remote Work und hybride Arbeitsmodelle
Hybrides Arbeiten ist etabliert. Damit ändern sich auch die Anforderungen an Connectivity. Mitarbeiter erwarten überall dieselbe Performance und denselben Zugriff auf Anwendungen, unabhängig vom Standort. Klassische VPN-Konzepte stoßen hier zunehmend an Grenzen. Sie sind schwer skalierbar und erzeugen unnötige Umwege. Moderne Connectivity-Ansätze setzen stärker auf identitätsbasierte Zugriffe und cloudnahe Security-Modelle. Für Unternehmen bedeutet das: Der Zugriffspunkt verlagert sich vom Standort zum Nutzer. Connectivity muss diesen Wandel unterstützen, ohne Sicherheit oder Transparenz zu verlieren.
Security und Connectivity wachsen zusammen
Jede Verbindung ist ein potenzielles Risiko. Mit steigender Anzahl an Endgeräten, Cloud-Diensten und externen Zugriffen wächst die Angriffsfläche. Security lässt sich heute nicht mehr getrennt von Connectivity denken.
Netzwerkentscheidungen haben direkte Auswirkungen auf Sicherheitsarchitekturen. Zero-Trust-Konzepte setzen genau hier an. Nicht dem Netzwerk wird vertraut, sondern Identitäten, Geräte und Kontexte werden überprüft. Connectivity liefert die Grundlage, um diese Konzepte technisch umzusetzen. In unseren Projekten zeigt sich, dass integrierte Ansätze langfristig stabiler und wirtschaftlicher sind als nachträglich ergänzte Sicherheitslösungen.
Typische Herausforderungen in Connectivity-Projekten
Viele Unternehmen stehen vor ähnlichen Problemen:
- Gewachsene Netze mit vielen Sonderlösungen
- Unklare Verantwortlichkeiten
- Fehlende Transparenz über Kosten und Performance
Hinzu kommen steigende Anforderungen aus Fachbereichen, die schnelle Lösungen erwarten. Ohne klare Strategie entstehen Insellösungen, die später teuer werden. Connectivity braucht deshalb mehr Struktur: klare Zielbilder, saubere Standards und eine realistische Roadmap.
Erfolgsfaktoren für eine zukunftssichere Connectivity
Aus unserer Projekterfahrung lassen sich klare Erfolgsfaktoren ableiten.
- Eine ganzheitliche Analyse der bestehenden Connectivity, inklusive Leitungen, Provider, Routing und Applikationen.
- Eine klare Trennung von Underlay und Overlay mit definierten Qualitätsanforderungen.
- Transparenz durch Monitoring und Reporting. Nur was messbar ist, lässt sich optimieren.
- Ein belastbares Redundanzkonzept, das auch physische Abhängigkeiten berücksichtigt.
Kurz zusammengefasst: Connectivity Trends 2026
Connectivity entwickelt sich zur strategischen Kerninfrastruktur. Cloud-Nutzung, Remote Work, KI-Anwendungen und moderne Kommunikation erhöhen die Anforderungen deutlich. Unternehmen, die ihre Connectivity aktiv gestalten, schaffen eine stabile Basis für Wachstum, Sicherheit und Effizienz. Wer abwartet, riskiert steigende Kosten und sinkende Qualität.
Wie wir bei MPC unterstützen
- Wir analysieren bestehende Connectivity-Strukturen.
- Wir entwickeln zukunftssichere Zielarchitekturen.
- Wir begleiten Ausschreibungen und die Provider-Auswahl.
- Wir unterstützen bei Umsetzung, Betrieb und Optimierung.
Unser Fokus liegt auf stabiler, sicherer und wirtschaftlicher Connectivity. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gemeinsam schaffen wir die passende Basis für Ihre digitale Infrastruktur.
