Zum Jahresstart wird gern über Trends gesprochen. Im Folgenden finden Sie fünf Telekommunikation Trends 2026, die wir dieses Jahr besonders häufig in Kundenprojekten erwarten. Wir erklären sie praxisnah für Unternehmen und raten: Wer jetzt sauber plant, spart später Zeit, Kosten und Nerven – und bekommt nebenbei eine deutlich robustere ITK-Basis.
Trend 1: Connectivity wird zur strategischen Ressource
Entscheidend ist 2026 nicht allein, wieviel Bandbreite Unternehmen zur Verfügung steht. Ausschlaggebend ist, wie gut Unternehmen ihre Connectivity als Ganzes optimieren, um diese Bandbreite bestmöglich zu nutzen. Connectivity ist deshalb unser Nr. 1 Telekommunikation Trend 2026.
Dazu gehört unter anderem, dass Unternehmensnetzwerke stärker in zwei Ebenen gedacht werden: Übergeordnet das Overlay als Steuerungs- und Security-Schicht (z. B. SD-WAN/SASE), unten die Underlay-Connectivity für den physischen Datentransport (z.B. MPLS oder Internet, auf Basis von Glasfaser, 5G, Satellit oder Richtfunk). 2026 sollte Letzteres keinesfalls vernachlässigt werden: Denn schlechte Underlay-Entscheidungen können leicht zu Kosten- und Performance-Problemen führen.
Gleichzeitig verlagern sich Datenströme weiter Richtung Cloud und Rechenzentren. WAN-Lösungen sind nicht mehr vorrangig dazu da, nur Standorte miteinander zu vernetzen. Jetzt kommt es darauf an, auch cloudbasierte Services sowie Devices und Remote-User außerhalb der stationären Unternehmensstandorte einzubinden. In der Praxis bedeutet das: Jeder Standort benötigt einen eigenen Traffic- und App-Mix. „One size fits all“ passt nicht mehr.
Zusätzlichen Druck erzeugen mittlerweile immer mehr auch AI-Workloads, die eben nicht nur hohe Anforderungen an die Bandbreite stellen, sondern für die auch Latenz und Stabilität entscheidend sind.
Außerdem sollten Unternehmen 2026 unbedingt ihr Redundanzkonzept prüfen, z.B. da vereinzelte Provider-Konsolidierungen vermeintliche Diversität entwerten. Auf verschiedene Anbieter zu setzen, bedeutet nicht automatisch Redundanz, da sie unter Umständen dieselbe physikalische Infrastruktur und Backbone-Plattformen nutzen. In diesem Zusammenhang gewinnen unter anderem auch Anbindungen über LEO-Satelliten weiter an Bedeutung als Backup-Option.
Trend 2: Unified Mobility liefert 360-Grad-Management für den mobilen Access
Der mobile Anteil am digitalen Arbeitsplatz wächst weiter, und damit der Aufwand: Beschaffung, Austausch, Defekte, neue Anforderungen aus Security/Compliance. Mobilfunk ist längst mehr als nur Tarifmanagement. Ein weiterer wichtiger Telekommunikation Trend 2026 lautet deshalb „Unified Mobility“. 2026 geht es im Bereich mobile Kommunikation zunehmend um einen integrierten Prozess und das Management auf einer zentralen Plattform (Unified Mobility).
Über eine einzige Plattform erhalten Unternehmen Zugriff auf alle wichtigen Informationen und Daten: Tarife, Geräte, Security, Zubehör, Lifecycle, Logistik, Rollen/Policies und MDM. Hier wird der gesamte mobile Prozess digitalisiert und Unternehmen können sich selbst managen. Ersatz bestellen, Kosten einsehen, Tarife bereinigen, Zubehör verwalten, Eskalationen u.v.m. Der Vorteil: Alles gebündelt bei einem zentralen Dienstleister, statt die Koordination vieler verschiedener Beteiligter.
Trend 3: Teams-Telefonie entwickelt sich von Cloud-PBX zur integrierten Voice- und Kommunikationsplattform
2026 wird Teams-Telefonie von der reinen „Telefonanlage in der Cloud“ zu einer zentralen Sprach- und Kommunikationsplattform, die Festnetz, Mobilfunknummern, Contact Center, Recording/Compliance, KI-Features und CRM-Anbindung in einem einzigen Modell integriert. Teams Phone verbreitet sich immer mehr, da Unternehmen ihre klassischen TK-Anlagen ablösen und Telefonie, Kollaboration und Kundenkommunikation auf einer gemeinsamen Plattform konsolidieren.
Unsere Experten erwarten deshalb ein deutliches Wachstum in 2026 von Teams Phone als vollwertige Enterprise-Cloud-PBX, die eng mit Microsoft-365-Workflows, Contact Centern, KI-Funktionen und Mobilfunk verknüpft ist. Nutzen Sie die Vorteile von Teams als zentrale Sprach- und Kommunikationsplattform und gestalten 2026 Ihre Unternehmenstelefonie noch effizienter.
Trend 4: Die Kupfer-zu-Glas-Migration erfordert vorausschauendes Handeln
Die Abschaltung von Kupfer zugunsten von Glasfaser steht fest. Es ist die logische Konsequenz der Gigabitstrategie, die einen flächendeckenden Glasfaserausbau bis 2030 vorsieht. Die Abschaltung des Kupfernetzes ist bereits in Planung und soll gebietsweise erfolgen. Nach Pilotprojekten im vergangenen Jahr, stellt die Telekom nun auch erste lokale Gebiete vollständig von Kupfer auf Glasfaser um. Ein konkretes Beispiel ist das Ahrtal, in dem das zerstörte Kupfernetz nicht dauerhaft repariert, sondern direkt durch Glasfaser ersetzt wird.
Unternehmen mit Kupferanbindung müssen damit rechnen, dass klassische DSL-/VDSL-Anschlüsse mittelfristig gekündigt werden. Eine rechtzeitige Umstellung der Standortanbindung auf Glasfaser reduziert Migrationsdruck und -risiken. Verpassen Sie deshalb diesen Telekommunikation Trend 2026 nicht und seien Sie vorbereitet: Stellen Sie Ihre Standorte kontrolliert ohne Betriebsrisiko von Kupfer auf Glasfaser um. Und zwar bevor die lokale Abschaltung in Ihrer Region unmittelbar bevorsteht. Unsere Glasfaser-Experten begleiten Sie bei der Umstellung mit fundiertem Wissen und Know-how. Extra-Plus: Glasfaser ist nicht nur die modernere und leistungsfähigere Technologie, sie senkt außerdem leicht Ihre Energiekosten.
Trend 5: Umsetzung von NIS-2 in die Praxis
Das NIS-2-Umsetzungsgesetz ist in Deutschland seit 6. Dezember 2025 in Kraft. Nachdem Unternehmen ihre Betroffenheit geklärt und sich beim BSI registriert haben, wird es 2026 vor allem darum gehen, Maßnahmen zur Erfüllung der Cybersecurity-Richtlinie umzusetzen. Und das betrifft nicht nur technische IT-Security-Maßnahmen, sondern auch z.B. Netzarchitektur, Providersteuerung, Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten, Meldewege und Nachweispflichten.
Die Umsetzung von NIS-2 zählt deshalb ebenfalls zu den Telekommunikation Trends 2026. Unternehmen sollten notwendige Maßnahmen im Rahmen von NIS-2 unbedingt zeitnah umsetzen, damit sie nicht unter Zeit- und Handlungsdruck geraten. Unserer Expertenmeinung nach ist mit einer Umsetzungsdauer von bis zu 12 Monaten zu rechnen. Gerne unterstützen wir Sie dabei, ein Cyberresilienz-Konzept für Ihre ITK-Infrastruktur zu entwickeln.
Kurz zusammengefasst
Wer die Telekommunikation Trends 2026 strukturiert angeht, bekommt nicht nur „bessere Verbindungen“, sondern eine robuste, betreibbare und kosteneffiziente ITK-Landschaft.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Umsetzung dieser Projekte – anbieterneutral, mit Markt- und Preisvergleich sowie sauberem technischen Design. Und falls gewünscht, auch bei der administrativen Umsetzung. Kontaktieren Sie uns.